"));

Donnerstag, 29. August 2013

« »
Kampagne gegen CDU-Stadtrat Pröhl wird zum Bumerang für Jusos und SPD

Viel Lärm um rechts

Weinheim, 01. Februar 2013. (red/pro) Es ist ein Stoff, wie sich ihn viele Medien wünschen: Politischer Streit, harte Vorwürfe – so etwas schlägt Wellen, bringt Aufmerksamkeit. Man kann mal wieder “eine Sau durch’s Dorf treiben” – in diesem Fall den CDU-Stadtrat Sascha Pröhl, dem die Jusos vorwerfen, “rechtslastige Positionen” zu vertreten und die deshalb seinen Rücktritt als Vertreter der Jungen Union aus dem Stadtjugendring und als Stadtrat forderten. Am Ende des Tages entwickelt sich die vermeintliche Causa Pröhl zu einer Causa Jusos, zu einer Causa SPD und zu einer Causa Weinheimer Nachrichten.

Von Hardy Prothmann

Die ersten Hinweise auf eine “rechtslastige” Einstellung des CDU-Stadtrats Sascha Pröhl habe ich Mitte 2011 durch eine “Quelle” erhalten. Der Hinweisgeber verwies auf Facebookkommentare und Twitter-Meldungen des aktuell 27 Jahren alten Studenten der Politik und Geschichte (TU Darmstadt). “Den sollten sich sich mal anschauen, das wird bestimmt eine interessante Story für das Weinheimblog”, teilte uns die Quelle mit.

Pröhl schon länger im Visier

Ich bin dem Hinweis nachgegangen und habe mich mit öffentlichen Äußerungen von Sascha Pröhl beschäftigt. Mein Fazit damals: Ein junger, politisch interessierter Mann, konservativ geprägt, teils provokant und spitz in den Formulierungen, teils hatte ich den Eindruck, dass es bei manchen Themen an Wissen fehlt. Der Gesamteindruck: Sascha Pröhl scheut sich nicht, Grenzen auszutesten und beschäftigt sich auch mit schwierigen Themen, darunter auch das immer heikle Thema Nationalsozialismus, worauf er hier und da verzichten sollte, weil die Fähigkeit zur Einordnung nicht weit genug ausgebildet sind:

Mir ging es bei dem Post darum, dass die nsdap ein bürgerliches Phänomen war, Herr Tritin selbst bürgerlich wirkt und dabei alles was bürgerlich, sprich CDU ist und ja eine Fortschreibung der Geschichte der nsdap in der BRD ist, ablehnt. (Zitat in Originalschreibweise)

Diesen Kommentar zu einem Artikel im Focus über die Zugehörigkeit zur Waffen-SS des Vaters des Grünen-Politikers Jürgen Trittin führen Julian Christ und die Jusos als “Beweis” an, dass sich Herr Pröhl angeblich “rechtslastig” äußert. In dem Satz geht Herrn Pröhl vermutlich durch Halbwissen sehr viel durcheinander, aber eine “rechtslastige” Intention ist nicht zu erkennen. Andere Positionierungen sind manchmal rechtskonservativ, die Aktion “Linkstrend stoppen” zu unterstützen ist sicher kein Glücksgriff, aber einen von meiner Quelle und den Jusos  vermuteten Rechtsradikalen konnte ich nach meinen Recherchen weder heute noch vor gut eineinhalb Jahren erkennen. An der Story war damals nichts dran und ist es heute auch nicht.

Auffälligkeiten

Sascha Pröhl. Foto: CDU Weinheim

Sascha Pröhl ist aus meiner Sicht anders “auffällig”. Nämlich als einer der Stadträte, die aktiv einen inhaltlichen Kontakt und einen politischen Diskurs mit unserer Redaktion suchen. Vermutlich, weil das Medium Internet seinem Alter mehr entspricht, als vielen Stadträt/innen jenseits der 60 Jahre. Herr Pröhl hat sich intensiv mit unserer Art von Journalismus beschäftigt und erkundigt sich gelegentlich zu meiner Einschätzung von Informationsangeboten – darunter waren auch Seiten, die ich dem rechten Rand zurechne. Mein Eindruck ist, dass Herr Pröhl solche Einschätzungen sehr interessiert aufnimmt und sich daran orientiert. Sein Interesse für “rechtskonservative” Themen beobachte ich aufmerksam und werte sie solange als unproblematisch, als ich eine radikale Positionierung nicht erkennen kann. Würde man aus meinem thematischen Interesse eine Zugehörigkeit ableiten müssen, wäre ich selbst seit über 20 Jahren als politisch radikal einzuschätzen, da einer meiner Studienschwerpunkte politischer Extremismus war. Wer das möchte, kann sich wahlweise links- oder rechtsextrem aussuchen.

Hauptsache mit Dreck geworfen

Die von den Jusos durch Julian Christ vorgetragenen Vorwürfe sind aus meiner Sicht vollständig unzureichend, um daran Rücktrittsforderungen festzumachen. Zudem sind sie fehlerhaft, weil Herr Pröhl tatsächlich kein Delegierter der Jungen Union im Stadtjugendring ist und folglich auch nicht zurücktreten kann. Der Vorwurf der Jusos gegenüber Sascha Pröhl kommt nun als Bumerang zurück und die Jungsozialisten müssen sich fragen lassen, ob sie nicht ein Glaubwürdigkeitsproblem haben und selbst einen gewissen Extremismus an den Tag legen, indem sie haltlos hetzen. Motto: Wir werfen mal mit Dreck, irgendwas wir schon hängenbleiben – dieses Prinzip gilt allerdings nicht nur für linke Politiker, auch die CDU übt sich ab und an in dieser Disziplin.

Causa SPD

Ein Geschmäckle bekommt die Sache, weil der laut Homepage Vorsitzende der Jusos, Vassilios Efremidis, der Sohn der SPD-Stadträtin und SPD-Ortsverein-Vorsitzenden Stella Kirgiane-Efremidis ist. Aus der Causa Jusos wird so ebenfalls eine Causa SPD, denn Frau Kirgiane-Efremidis wollte laut Weinheimer Nachrichten die Vorwürfe prüfen und dann über eine Stellungnahme entscheiden. Damit ist auch sie Beteiligte dieses Vorgangs – angesichts der Schwere der Vorwürfe muss man eine zeitnahe Reaktion erwarten können, doch bis heute fehlt jede weitere Aussage der SPD-Stadträtin oder des SPD-Ortsverbands oder der SPD-Fraktion zur Sache. Nicht angebracht ist die CDU-Forderung, der SPD-Vorstand müsse sich entschuldigen, da Julian Christ als Beisitzer des Vorstands fungiert. Eine Stellungnahme hingegen muss man sehr wohl erwarten dürfen.

Causa Weinheimer Nachrichten

Die Weinheimer Nachrichten haben ihre nicht gegenrecherchierte Berichterstattung bereits korrigiert, indem sie Informationen, die Zeitung “Junge Freiheit” sei “rechtsextrem” und werde “vom Verfassungsschutz beobachtet” zurücknahmen. Die zweifellos rechtslastige “Junge Freiheit” hatte über die Vorwürfe gegen Sascha Pröhl berichtet – auch das wurde als vermeintlicher “Beweis” für rechtsradikale Vertrickungen des CDU-Stadtrats verwendet. Nicht nur die Jusos recherchieren mangelhaft – die Zeitung tat es gleich. Auch hier kam der Bumerang zurück. Die Zeitung sollte sich besser gescheiterweise um die echten Nazis kümmern, beispielsweise den Weinheimer NPD-Kreisvorsitzenden Jan Jaeschke – im Internet-Archiv der Zeitung lässt sich weder zu Jaeschke noch zur NPD auch nur ein Artikel finden.

Rechtslastigkeiten und anderer Laster

Aus kritischen Stellungnahmen von Sascha Pröhl gegenüber der Partei “Die Linke” rechtsextreme Positionen abzuleiten, ist schon fast dummdreist. Jeder, der sich vernünftig mit Politik beschäftigt, weiß, dass es innerhalb dieser Partei linksextremistische Strömungen gibt, was aber noch nicht heißt, dass die Partei insgesamt verfassungsfeindlich ist. Wenn Sascha Pröhl die politische Ausrichtung der Linken polemisiert und kritisiert, ist das sein gutes Recht im Sinne der freien Meinungsäußerung. Wie er das tut, muss er verantworten. Ob es klug ist, sich in die Nähe von “stramm rechten” CDU-Politikern (beispielsweise die rechtskonservative Kaderschmiede Studienzentrum Weikersheim) zu stellen, darf man umgekehrt ebenfalls thematisieren – daraus so gravierende Folgerungen wie eine “rechtslastige” Gesinnung und Rücktrittsforderungen zu konstruieren, ist, mit Verlaub, mindestens unseriös und insgesamt lächerlich.

Die SPD und auch die Jusos sind zudem gut beraten, sich bei der Frage “rechtslastig” nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen – als der Rechtspopulist Thilo Sarrazin (SPD) zu einem Vortrag in Mannheim weilte, hatten wir die SPD-Ortsvereine in unserem Berichtsgebiet zwecks Stellungnahmen und Positionen angefragt ( Nix hören, nix sehen, nix sagen – Die SPD vor Ort macht die drei Affen ). Wie wir aus Informantenkreisen erfahren haben, fasste man gemeinschaftlich den Beschluss, unsere Anfrage nicht zu beantworten. Warum? Weil auch die SPD gerne am rechten Rand fischt.

Nachfragen bei anderen Stadträten ergeben, dass man Sascha Pröhl als politisch engagierten jungen Mann schätzt. So wie er sich selbst “wertkonservativ” einschätzt, wird er auch von Kollegen gesehen. Nicht jedem gefällt alles an Sascha Pröhls Haltungen, aber “extreme Einstellungen” werden als “absurd” bezeichnet. Sascha Pröhl ist mit einer Kurdin liiert, von Freunden mit Migrationshintergrund wird er als Mensch geschätzt.

Ist schon Kommunalwahlkampf?

Vielleicht ging es Julian Christ auch gar nicht so sehr um Sascha Pröhl, sondern am Ende um ihn selbst? Könnte es sein, dass sich der bislang in Weinheim unbekannte SPD-Mann in Position bringen möchte? Im kommenden Jahr sind Kommunalwahlen. Ob sich Herr Christ, der sich als Politologe bezeichnet, mit diesem krepierten Vorstoß einen Gefallen getan hat, darf man durchaus bezweifeln. Fachlich kompetent geht anders.

Zweifelhaft ist aber auch, ob der von Sascha Pröhl gegen Christ und Efremidis gestellte Strafantrag wegen Beleidigung Folgen hat. Nach einer aktuellen Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts fällt die Aussage, jemand sei rechts- oder linksextrem unter die Meinungsfreiheit und stellt keine Beleidigung dar.

Sehr bedauerlich ist dieser “Lärm um nichts” auch, weil sich die Öffentlichkeit zu recht auf den Arm genommen fühlen kann – von den Jusos, der SPD und der Zeitung, aber auch der CDU, die statt einer strammen Forderung nach einer Entschuldigung und einem „inhaltlichen Freispruch“” besser mit einer Positionierung reagiert hätte.

Fraglich ist auch, wie die ansonsten bislang wohl gute Zusammenarbeit im Weststadtverein zwischen Stella Kirgiane-Efremidis und Sascha Pröhl zukünftig ausschauen wird. In der Bringschuld ist Frau Kirgiane-Efremidis, soviel steht fest. Ob sie diese erbringt, wird sich zeigen.

Anm. d. Red: Die ersten drei Kommentare wurden als Leserbriefe an die Redaktion gerichtet. Wir haben diese ausnahmsweise als Kommentare zu diesem Artikel eingefügt, obwohl sie vor Veröffentlichung des Artikels verfasst worden sind.

Moderation von Kommentaren

Die Moderation liegt bei der Redaktion. Für uns steht fest: Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren steht in der Netiquette .

  • Andreas Dubil

    Die Recherche der JUSOS ist mangelhaft.

    Leider ist die Presseberichterstattung, bezüglich der Diffamierungen der JUSOS gegenüber Sascha Pröhl, meiner Meinung nach, nicht besonders aufschlussreich! So wird Stadtrat Pröhl allein durch die Presseberichterstattung unter Generalverdacht gestellt. Die JUSOS versuchen auf Perfide weise über sinnentstellende Zitationen, Sascha Pröhl in die Nähe des Rechtsextremismus zu stellen. Als Beweise führen diese den Twitteraccount sowie Facebook Einträge des CDU-Stadtrats an. Schaut man nun wie die JUSOS mal genauer auf den Facebook-Auftritt von Sascha Pröhl fällt einem ohne so viel Zeit und Energie wie die JUSOS darauf zu verschwenden auf, dass Sascha Pröhl einen bunten Strauss an Reisefotos präsentiert. Unteranderem Russland, USA, oder die Türkei. Mal im Ernst? Hier muss jedem klar werden, dass die JUSOS mit einer äußerst fragwürdigen Methode vorgegangen sind und die lokale Presse zu allem Überfluss einer Ente aufgesessen ist. Die JUSOS müssen mehrere Stunden damit verbracht haben dem CDU-Stadtrat eine Nähe zum Rechtsextremismus anzudichten, obwohl es einfacher gewesen wäre, mal einen Blick über den digitalen Tellerrand zu werfen. Ich gebe den JUSOS daher den Rat, beschäftigt euch erst mal mit Facebook und wie das funktioniert, bevor ihr Personen in den Dreck zieht! Ebenso ist es aus meiner Sicht befremdlich, warum es den JUSOS als Erstes „aufgefallen“ ist? Wer sind diese JUSOS überhaupt, aus Ihrer Homepage geht das nämlich nicht hervor und wer hat von denen schon Mal in den letzten 8 Jahren etwas gehört? Auch diese Inhaltslosigkeit lässt sich über Ihre Homepage dokumentieren. Ich bin traurig, dass es vonseiten der SPD-Vorsitzenden bislang zu keiner Entschuldigung gekommen ist. Sie kennt Sascha Pröhl nun schon seit Jahren und hätte ihn durchaus in Schutz nehmen müssen, als Freundin und Kollegin im Stadtrat!

  • Sakine Karakaya

    „”Wir haben keine Gerüchte über Herrn Pröhl in die Welt gesetzt, sondern gründlich recherchiert, bevor wir mit diesen Fakten an die Öffentlichkeit gegangen sind”, so der Vertreter der Jusos im Stadtjugendring, Julian Christ in der Pressemitteilung.“

    Als ich dieses Zitat gelesen habe, wusste ich nicht ob ich lachen oder weinen soll…Wäre diese Recherche wirklich gründlich verlaufen, wäre es den Jusos bestimmt auch aufgefallen, dass Sascha Pröhls Facebook-Seite einen ganz anderen Eindruck erweckt, als den eines rechtsextremen Mannes. Betrachtet man seine Posts und Fotos auf Facebook, fällt einem gleich auf, dass Sascha Pröhl schon sehr viel von der Welt gesehen hat, ein weltoffener junger Student ist und seine Interessen, Posts und Likes breit gefächert sind. Namibia, Indien und sein Auslandssemester in der Türkei sind dabei lediglich ein kleiner Ausschnitt aus seinen vielseitigen Reisen. Auf Twitter folgt er nicht nur den in der Presse erwähnten Organisationen und Personen, sondern ebenfalls welchen, die absolut nicht in das Bild einer „rechtspopulistische“ Person passen. Warum steht das nirgendswo? Warum erfolgt die Berichterstattung so einseitig? Warum wird überhaupt so ausführlich darüber berichtet? Meiner Meinung nach sind weder irgendwelche Fakten zu erkennen, noch haben die Vorwürfe Hand und Fuß. Er informiert sich eben in jeder Richtung. Was ist negativ daran? Diese komplette Schmutzkampagne ist eher peinlich und hat keinen anderen Zweck, als Sascha Pröhl in den Schmutz zu ziehen und dafür zu sorgen, dass selbst wenn der Öffentlichkeit bewusst wird, dass nichts an den absurden Behauptungen dran ist, etwas davon hängen bleibt. Der Name Sascha Pröhl soll wohl bewusst nicht mit dem jungen, engagierten und sehr aktiven Politiker in Verbindung gebracht werden, sondern negativ belastet sein. Die Verantwortlichen haben genau darauf abgezielt. Eine Strategie die ethisch sehr bedenklich ist und rein gar nichts mit “Faktensammlung” zu tun hat!

    Aber jeder, der Sascha Pröhl persönlich kennt und weiß wofür er sich engagiert und einsetzt, steht zu ihm und weiß, dass absolut nichts an den absurden Behauptungen dran ist.

    Mir stellt sich nun die Frage, ob die Jusos denn nichts Besseres zu tun haben, als sich stundenlang akribischst mit Sascha Pröhls Facebook und Twitter Profil zu beschäftigen und zu überprüfen wann und was er “geliked” hat.

    Es ist wirklich sehr Schade, dass die Jusos sich für diesen Weg entschieden haben und es nicht mit inhaltlichen Themen in die Öffentlichkeit schaffen!

  • Sebastian Mayer

    Die JUSOS fordern…

    Schauen wir uns mal die Fakten an. Eine politische
    Jugendorganisation, von der man seit Jahren nichts hört,
    fordert durch Julian Christ, eine Person die wohl nur
    eingeweihten Sozialdemokraten bekannt ist, den Ausschluss
    von Stadtrat Pröhl aus dem Stadtjugendring und den
    Rücktritt aus dem Gemeinderat. Nebulös führen die
    JUSOS „rechtslastiges“ Gedankengut des Stadtrates ins
    Feld als argumentative Grundlage. Nicht nur, dass die JUSOS
    dadurch versuchen Sascha Pröhl zu diffamieren, nein
    vielmehr schwingen sich die Jungsozialisten auf eine
    Meinungshoheit darüber zu erlangen, was ihrer Meinung nach
    als richtig, wünschenswert und vertretbar gilt. Das kann
    sich doch keiner Gefallen lassen! Welche Schritte werden
    die Jusos eigentlich treffen, sollte Sascha Pröhl durch
    die Junge Union als dessen Vertreter in den Stadtjugendring
    beordert werden? Wird Herr Christ dann nicht mehr an den Sitzungen
    des Stadtjugendrings teilnehmen? Oder werden die JUSOS gar
    aus dem Stadtjugendring austreten? Man kann das Verhalten
    nur so zusammenfassen: Peinlich!
    Es ist einmal mehr ein Beweis dafür, dass ich im politischen Tagesgeschehen
    heutzutage kein Wert mehr auf inhaltliche Arbeit und Diskussionen gelegt wird, sondern
    dass durch gezielte Diffamierungskampangen Aufmerksamkeit gewonnen
    werden soll.
    Arme JUSOS, arme Politik, armes Deutschland…

  • Dirk Hein

    Endlich mal ein durch und durch fairer Bericht! Anders als bei den klassischen lokalen Printmedien wurde die aktuell von dem Juso Christ losgetretene Diskussion über den CDU-Stadtrat Sascha Pröhl im WeinheimBlog in seiner ganzen Bandbreite offen, durchaus kritisch aber in jeder Hinsicht fair dargestellt. An und für sich eine absolute Posse. Ein Fall für das “Königlich bayerische Amtsgericht”. Nur leider ist hier eine moderne Form der Hexenjagd mit einer gerne verwendeten Totschlagkeule namens Rechtspopulismus veranstaltet worden, die man schlicht als Rufmordkampagne bezeichnen muss. Nun sollte man aber mal das Augenmerk auf die Weinheimer Jusos lenken. Wer sind die eigentlich und gibt es überhaupt einen real existierenden Verband in Weinheim geschweige denn einen gewählten Vorstand? Wenn man schon mit großer Klappe ins Felde zieht, sollte man wenigstens mit offenem Visier und nicht mit Alberichs Tarnkappe kämpfen.

    • Redaktion

      Guten Tag!

      Danke für Ihren Kommentar.

      Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Ich bin den Hinweisen zu Herrn Pröhl damals und aktuell im Rahmen meiner Möglichkeiten nachgegangen. Das Ergebnis und weitere Recherchen und Eindrücke sowie Meinungen haben ich in diesem Artikel wiedergegeben.

      Herr Pröhl wird wie viele andere Personen von mir und meiner Redaktion “beobachtet”. Unter journalistischen Bedingungen, die sich immer im Rahmen geltender Gesetze bewegen. Die jeweiligen Gründe für das redaktionelle Interesse zu bestimmeten Personen sind unterschiedlich.

      Bei unserer Berichterstattung geht es nicht um “Fairness”, sondern um eine zutreffende Berichterstattung. Die Fakten müssen stimmen – die Einordnung hängt subjektiv von den Fakten und der Sicht des jeweiligen Autoren im Rahmen der redaktionellen Leitlinien ab. Ganz in diesem Sinne ist mein Bericht als “subjektiver Journalismus” zu verstehen. Objektives Handwerk auf der Basis einer subjektiven Verarbeitung von Informationen. Diese Ehrlichkeit finden Sie garantiert bei kaum einem anderen Medium.

      Ich teile Ihre Einschätzung, dass es sich um eine Rufmordkampagne handelt. Aber ich weise auch darauf hin, dass Herr Pröhl kein unschuldiges Lamm ist, sondern durch seine Äußerungen durchaus verstört. Eine Kritik an seinen Positionen halte ich für angebracht und sogar dringend notwendig, denn Herr Pröhl sucht gerne Grenzen und man sollte ihm zeigen, wo diese verlaufen, falls er dies vielleicht sonst übersehen könnte.

      Die vorgebrachten Anschuldigungen und die Rücktrittsforderungen halte ich allerdings zum gegenwärtigen Zeitpunkt für vollkommen überzogen, hysterisch oder kalkuliert populistisch.

      Das bedeutet ganz klar nicht, dass Herr Pröhl für seine Äußerungen und seine Haltungen nicht kritisiert werden darf oder sogar muss. Mein Kontakt zu Herrn Pröhl ist professionell korrekt. Nicht mehr und nicht weniger.

      Zu Ihrer Kritik an den Printmedien: Es ist erschreckend und zutiefst verstörrend, welche Fehlleistungen hier ständig “vollbracht” werden. Wir sind Ende 2010 mit dem Weinheimblog.de online gegangen und bemühen uns seitdem, eine zutreffende Berichterstattung zu leisten. Wir haben kein 60 Jahre altes Netzwerk – für uns ist fast alles neu, wir kennen nicht alle “Beziehungen”. Es ist eine Schande – und das meine ich wörtlich – dass die “alten” Medien trotz aller “Vorteile”, die sie haben, so wenig journalistischen Ehrgeiz und noch weniger eine journalistische Ethik an den Tag legen. “Die Tageszeitung” war einst ein Hort der Glaubwürdigkeit – auch wenn das nie stimmte. Durch das Internet können die Menschen Informationen nachrecherchieren und stellen immer öfter fest, dass sie vorgeführt werden.

      Wir stehen zu unserer Berichterstattung und wir sind uns bewusst, dass wir ständig kontrolliert werden. Mehr als andere, weil wir ständig kritisch arbeiten und eine Kontrolle fordern. Wir halten uns im Gegensatz zu Zeitungen und anderen alten Medien nicht für allwissend. Gleichzeitig stellen wir mit großer Genugtuung fest, dass wir sehr kritisch beobachtet werden, ab und an Fehler machen, die wir selbstverständlich korrigieren, aber ganz überwiegend durch unsere sehr zuverlässigen Informationen überzeugen.

      Ich stelle auch fest, dass insbesondere die SPD eine sehr, sehr problematische Partei ist. Ich selbst komme aus einem SPD-Haushalt und weiß deshalb sehr gut, dass diese Partei in einer existenziellen Krise steckt. Dafür muss ich mir keine Wahlergebnisse anschauen, die das bestätigen. Es ist für mich persönlich nahezu bedrückend, wie sich Mitglieder dieser Partei verhalten. Unverständlich bis verstörrend. Das ist umso bedauerlicher, weil ich fest davon überzeugt bin, dass Deutschland eine starke SPD dringend braucht. Damit meine ich aber keine Aussitzer und Demagogen, sondern überzeugte Sozialdemokraten, die für eine soziale Politik eintreten.

      Was aktuell in Weinheim “abgeht” in eine große Farce “im kleinen”. Wenn irgendjemand über Rücktritt nachdenken sollte, können nur SPD-Funktionäre gemeint sein.

      Einen schönen Tag wünscht
      Hardy Prothmann
      Chefredakteur Weinheimblog.de

  • Werner Herrmann

    Wieder einmal fällt den Sozies nichts anderes ein als die Rechtsradikalen-Keule auszupacken, wenn keine politischen Inhalte seriös präsentiert werden können oder die politischen Agiteure als farblose Gestalten durch den politischen Nebel wandeln. Alles schon mal dagewesen vor gut 25 Jahren. Und wieder ist es die CDU bzw. ein engagiertes Mitglied dieser Partei in Person von Sascha Pröhl, die für unfaire und über alle Maßen unsägliche Anschuldigungen herhalten müßen. Sascha Pröhl ist ein junger Nachwuchspolitiker, der in meinen Augen genau das hat, was man sich von jungen Menschen wünschen sollte. Er ist zielstrebig, interessiert sich für seine Umwelt und Mitbürger und will aktiv an der Gestaltung unserer Gesellschaft mitwirken. Seine politische, von ihm gewählte Plattform ist die bürgerliche nach christlichen Grundsätzen handelnde Mitte innerhalb der CDU. So habe ich Ihn kennen und schätzen gelernt und wünsche mir auch weiterhin, daß er so klar und fest wie bisher seine Ansichten und Meinungen zukünftig weiter vertritt. Den politischen Gegner, aber auch die in der Vergangenheit stattgefundenen Geschehnisse, vornehmlich während der Nazizeit, gilt es immer kritisch zu würdigen und sogar zu bekämpfen. Dies geht aber nicht ohne sich damit auseinanderzusetzen. Vielleicht sollten die Sozies sich erst mal einen gescheiten Besen besorgen, um vor Ihrer eigenen Tür zu kehren. Denn davor liegt inzwischen jede Menge selbst produzierter Müll, den es erst einmal wegzuräumen gilt. Aber bitte nicht über andere ausschütten, sondern selbst entsorgen.

  • Hufnagel

    Schlampig recherchiert oder bewusst getäuscht? Das sollte sich der interessierte Leser hier mal fragen.
    Was ist z.B. mit Pröhls Vergangenheit, bevor er bei der CDU angeheuert hat? Hier hat sich Pröhl klar (…) bekannt, machte daraus kein Geheimnis wo er steht. Meine Tochter erzählte mir vor einigen Jahren, das Pröhl nicht nur in der Szenebekannten (…) Kleidung, die mittlerweile in vielen öffentlichen Gebäuden, z.B. Fußballstadien, verboten ist auftrat – viel mehr war sie geschockt darüber, das Pröhl auch (…) feierte.
    In CDU Kreisen ist das offenbar wohl bekannt. Pröhl scheint auch in der eigenen Partei höchst umstritten.
    Einige von Pröhls Äußerungen lassen sich sicher doppeldeutig auslegen, andere sind wenig missverständlich und zeugen von “hohen Prinzipen”.
    Unbestritten ist wohl auch, das Pröhl aus einer Famile kommt, die eine lange (…) Tradion hat – aber Sippenhaft ist hier sicher nicht angebracht.
    Wie steht die Weinheimer CDU zu Pröhls Äußerungen in den sogenannten “sozialen Netzwerken”?
    Für mich als langjährigen CDU Wähler, ist die CDU in Weinheim aufgrund der Skandale der Vergangenheit und der Personen, die noch immer an der Spitze stehen, ohnehin nicht mehr wählbar – lässt sie solche Kommentare eines Ihrer Stadträte unbeachtet und duldet diese ohne Konsequenzen, ist der Standpunkt der CDU recht eindeutig mehr als nur grenzwertig. Der Anfang des Endes der Demokratie!
    Schade, das überall versucht wird das Thema unter den Teppich zu kehren – für “Rechte” darf kein Platz in der Politik sein!

    Anm. d. Red.: Dieser Kommentar wurde von uns zensiert, (…). Der Kommentator stellt Behauptungen auf, für die keine Belege vorhanden sind.

    • Redaktion

      Guten Tag!

      Sie haben anscheinend den Text nicht gelesen oder nicht verstanden.

      Die Ergebnisse unserer Recherche sind eindeutig beschrieben. Ebenso die Eindordnung, dass Herr Pröhl nach unserem Kenntnisstand teils “Grenzen austestet”. Die gegen Herrn Pröhl vorgebrachten “Anschuldigungen” reichen aus unserer Sicht keinesfalls aus, ihn zum “Rechtsradikalen” abzustempeln.

      Sollten Sie die von Ihnen vorgebrachten Äußerungen verifizieren können oder uns konkretere Hinweise geben können, können Sie uns jederzeit in Kenntnis setzen.

      Sollte Ihre Tochter bereit sein, die von uns zensierte Äußerung per eidesstattlicher Versicherung zu bekräftigen, würden wir die Thematik aufnehmen – wir gehen aber nach unserer Erfahrung davon aus, dass sie das nicht tun wird.

      Das ist der Unterschied zwischen einer professionellen Recherche und “schlampigen Äußerungen”.

      Worüber sollen wir unsere Leser/innen bewusst getäuscht haben? Die Fakten und Zusammenhänge sind korrekt wiedergegeben worden. Ist das auch nur schlampig dahingesagt oder haben Sie dafür einen Beleg oder stichhaltige Argumente.

      Wenn Sie so engagiert sind, wie Sie tun, dann sind wir auf weitere Informationen gespannt.

      Einen schönen Tag wünscht
      Das Weinheimblog.de

  • Burhan Yoendemli

    Vorwürfe gegen Herrn Pröhl, Sascha

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir sind äußerst verwundert und sehr enttäuscht gegen die gegenüber Sascha Pröhl angebrachten Vorwürfe. Wir kennen Sascha Pröhl, als Freund, Spieler und Vereinsvorsitzenden.
    Wir fragen uns warum beschuldigt jemand, wie dieser Julian Christ, unseren Freund?
    Was sind seine Vorteile? Kennt er Herrn Pröhl und sein Engagement beim SV-Rippenweier?
    Und trotzdem wird mit Dreck nach ihm geworfen! Man kann es einfach nicht verstehen!
    Meine Frage an Sie Herr Christ: Wenn Herr Pröhl solche Neigungen hätte, die Sie ihm vorwerfen, warum hat er sein Studium in Istanbul absolviert? (September – Januar 2012/2013 an der SABANCI Universität) War Herr Christ eigentlich schon ein einziges Mal auf dem Moschee-Fest? Wir kennen Herrn Pröhl auch von da! Dort hätte er die Möglichkeit gehabt einige Worte mit ihm zu wechseln, ohne irrsinnige Vorwürfe zu erheben. Wir freuen uns jedes Jahr auf dieses Fest und auf den gemeinsamen Tee mit unserem Freund.
    Wie Sie auch schon gemerkt haben, kommt immer wieder dieselbe Frage auf: Warum muss man einen Menschen, unseren Freund, so beschädigen?

    Abschließend möchten wir unsere Fragen mit einem Zitat beantworten:
    Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist; weiß ich, womit du dich beschäftigst, so weiß ich, was aus dir werden kann.
    (Goethe)