Samstag, 07. Juni 2014

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ATU beschließt Offenlage des Bebauungsplans

Bestandsorientierte Bebauung am Karlsberg

Weinheim, 05. Juni 2014. (red/ld) Der Bebauungsplan für das Gebiet “Karlsberg” hat eine erste Hürde genommen. Der Ausschuss für Technik und Umwelt (ATU) beschloss in seiner jüngsten Sitzung die Offenlage. Der Bebauungsplan soll zum einen die bestehenden Strukturen schützen, zum anderen die Ansiedlung von Vergnügungsstätten vermeiden.

Von Lydia Dartsch

2014-06-05 09.13.34 Wirklich neu ist er nicht. Bereits 1986 wurde der Bebauungsplan “Karlsberg” als Satzung vom Gemeinderat verabschiedet. Aber der Beschluss wurde der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht. Und trat daher nie in Kraft. Das ändert sich nun. Der ATU hatte eben jenen Bebauungsplan auf seiner Agenda. Sein Zweck sei der Ausschluss von Nutzungen, die negative Auswirkungen auf die Innenstadt beziehungsweise auf die bestehenden Strukturen haben könnten. So stand es in der der Verwaltungsvorlage. Gemeint sind damit zum Beispiel Vergnügungsstätten wie Spielhallen, die für Städte einen “Trading-Down-Effekt” haben können. Dies will die Stadt vermeiden.

In den Bebauungsplan wurde zur Verfolgung der Ziele unter anderem eine Gliederung der Nutzung innerhalb des Mischgebiets festgelegt. Darüber hinaus beinhaltet der Plan bestandsorientierte Festsetzungen von überbaubaren Grundstücksflächen, maximal zulässige Gebäudehöhen und die Sicherung von Grünflächen.

Ein Fitzelchen Grün für die Öffentlichkeit

Stadtrat Gerhard Mackert (Freie Wähler) sagte, der Bebauungsplan orientiere sich an dem Bestand: “Er verhindert die Bebauung der Grünflächen”, sagte er. Auch die Grüne Alternative Liste begrüßte den Entwurf. Er sei wichtig, weil dadurch die Art und das Maß der Bebauung geregelt werde, sagte Charlotte Winkler. Sie regte an, dass das “grüne Fitzelchen” an der Ecke Insitutstraße/Dr.-Bender-Straße der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte. Derzeit ist es in privater Hand.

Der ATU beschloss die Offenlage des Bebauungsplans einstimmig. Diese soll zeitnah erfolgen. . Vier Wochen werden die Bürger dann Zeit haben ihre Bedenken zu äußern.

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Über Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (30) ist Redaktionsvolontärin beim Rheinneckarblog.de. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.