Sonntag, 27. November 2011 (22:13 Uhr)

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Transparente Politik: Wie die kleine Gemeinde Seelbach anderen zeigt, was die Zukunft ist

Guten Tag!

Rhein-Neckar/Seelbach, 16. November 2011. Während sich die Bundesregierung seit kurzem scheinbar transparent gibt , gibt es sie bereits seit langem: Die echte Transparenz. Ein kleiner Ort im Schwarzwald macht vor, was andere nur vorgeben zu tun: transparente Politik. Die Gemeinde Seelbach überträgt, als wäre das eine Selbstverständlichkeit, die Gemeinderatssitzungen übers Internet. Einfach so. Und alle sind zufrieden.

Kommunalpolitik zuhause über den Bildschirm des Computers im Internet verfolgen – was vor zehn Jahren schier undenkbar schien, ist heutzutage kein Problem mehr. Zumindest technisch gesehen – in vielen Köpfen hingegen ist das noch eine “unerhörte” Sache.

Weniger Zuschauer im Saal können es nicht werden.

Dabei ist die Zuschauerresonanz bei den Gemeinderats- und Ausschusssitzungen meist mehr als überschaubar. Häufig kommen gar keine Gäste.

Dabei ist das politische Interesse der Bevölkerung durchaus gegeben – aber zwei, drei Stunden, manchmal noch länger zum Schweigen verurteilt im Raum zu sitzen, dafür haben nur wenige Zeit. Dabei interessieren sich die Menschen für die Ortspolitik. Reden auf der Straße, in der Kneipe, im Freundeskreis über das, was sie aus zweiter, dritter, vierter Hand haben.

Viele Themen sind nicht wirklich spannend – andere dafür aber von großer Bedeutung.

Wer noch arbeitet, gerade müde nach Hause gekommen ist oder sich um die Kinder kümmern muss, kann eventuell den Sitzungstermin nicht wahrnehmen, würde sich aber gerne später anschauen, was verhandelt worden ist.

Transparenz gibt Antworten und vermeidet Spekulationen.

Wer will es aber dem eigentlich interessierten Bürger verübeln, sich den Weg ins Rathaus zu sparen, wenn Entscheidungen und Beschlüsse in den Medien nachzulesen sind? Aber berichten diese Medien wirklich vorbehaltlos? Haben sie wirklich alle wichtigen Informationen richtig übermittelt? Oder wird gerne was vergessen, was nicht “in den Bericht passt”?

Wer wirklich informiert sein will, kennt das Original und vergleicht das mit der “Übermittlung” durch andere.

Wird jemand falsch oder nicht zutreffend zitiert? Wie soll man das wissen, wenn man nicht dabei war? Was sagen Bürgermeister und Gemeinderäte in den öffentlichen Sitzungen tatsächlich? Wer sagt was? Worüber und wie wird abgestimmt?

Alles live oder im Archiv abrufbar: Die Seelbacher Gemeinderatssitzungen werden bereits seit 2004 im Internet übertragen.

Eine Live-Berichterstattung kann den Bürgern all diese Fragen beantworten, ohne dass diese das Haus verlassen müssen – beispielsweise auch ältere Menschen, von denen immer mehr das Internet als Anschluss zur Welt schätzen lernen.

Widerstand kommt vor allem von den Gemeinderäten.

Die Betreiber lokaler Blogs und Internet-Lokalzeitungen kämpfen gegen viel Widerstand - gegen verstaubte Hauptsatzungen und viele Vorurteile lokaler Politiker . Einen (vorerst) weiteren, bedingt erfolgreichen Versuch, Lokalpolitik live ins Netz zu übertragen, gab es im September in Passau, wo einiger Wirbel um das Thema entstand.

Vor allem die SPD machte die Modernisierung zur Provinzposse – die SPD-Mitglieder wollten sich auf keinen Fall aufnehmen und zeigen lassen. So hätte die Übertragung mit jeder SPD-Wortmeldung unterbrochen werden müssen. Nachdem sich die SPD in Passau der Lächerlichkeit preisgegeben hat, hat man sich besonnen und ist nun doch “auf Probe” einverstanden, wie der Bayerische Rundfunk berichtet.

Engagierte Schüler und 5.000 Euro Budget fürs Bürgerfernsehen.

Es geht aber auch anders, wie eine kleine Gemeinde im Schwarzwald zeigt. Unter dem Titel Seelbach-TV überträgt die Gemeinde Seelbach bereits seit 2004 alle Gemeinderatssitzungen ins Netz und bietet sie anschließend lückenlos zum Download übers Internet an.

Das Gesamtbudget dafür beträgt vergleichsweise günstige 5.000 Euro pro Jahr. Acht bis neun Schülerinnen und Schüler der örtlichen Realschule führen in wechselnden Teams zwei Kameras und bedienen die sonstige Technik. Die Fachhochschule Kehl betreut das Projekt als Partner.

In den Sitzungen haben wir nie so viele Zuschauer, sagt Pascal Weber.

Hauptamtsleiter Pascal Weber ist begeistert: “Aus unserer Sicht ist das Projekt ein toller Erfolg.” Das zeigen die “Einschaltquoten” der 5.000-Einwohner Gemeinde: mehrere Dutzend bis weit über 100 “Zuschauer” hat das Bürger-TV in Seelbach. Regelmäßig.

Rechnet man diese Zahlen hoch, wären das beispielsweise für Hirschberg an der Bergstraße 60-180 Besucher pro Sitzung, für Ladenburg 70-200, für Weinheim 250-720 Besucher. Tatsächlich nimmt in Hirschberg oft niemand, manchmal wenige und sehr selten vielleicht ein Dutzend Besucher teil. Der aktuelle Besucherrekord in Weinheim war 2011 im Oktober mit rund 130 Zuschauern zum Aufregerthema “Breitwiesen” – sonst sind ein paar bis höchstens ein Dutzend Zuschauer die “Höchstgrenze” an Interesse.

SeelbachTV.de - Transparenz als Normalzustand.

Die Skepsis war schnell vorbei.

Gab es keine Bedenken? “Doch”, sagt Hauptamtsleiter Weber:

Zu Beginn waren rund ein Drittel unserer 18 Gemeinderäte skeptisch. Was wenn ich stammle oder blöd wirke, so in der Art waren die Bedenken. Aber nach den ersten paar Sitzungen hat sich die Skepsis gelegt und seitdem achtet keiner mehr auf die Kameras. Die gehören dazu.

Wer denkt, Seelbach ist vielleicht ein Ort, den “Aktivisten” übernommen haben, irrt. Seelbach ist eine absolut typische Gemeinde. Die CDU stellt sieben, eine Freie Wählerliste sechs und die SPD fünf Gemeinderäte – die meisten sind zwischen 50 und 60 Jahre alt.

Rechtlich abgesichert.

Rechtlich ist die Übertragung abgesichert: Alle Gemeinderäte und Verwaltungsangestellte haben ihre Zustimmung erklärt und Bürger werden in der Fragestunde um Erlaubnis gebeten: “Da hat noch nie einer widersprochen”, sagt Pascal Weber. Und laufen die Sitzungen anders als sonst? “Überhaupt nicht, die Gemeinderäte sprechen ihr breites Badisch und diskutieren die Themen wie immer.”

Seelbach ist insgesamt ein anschauliches Beispiel, wie transparente Lokalpolitik aussehen kann. Auf der Gemeindeseite werden die Beschlussvorlagen zu den Gemeinderatssitzung schon im Vorfeld veröffentlicht (inkl. aller Zahlen und Fakten) und auch die Sitzungsprotokolle stehen nach den Sitzungen schnell und dauerhaft online zur Verfügung.

Das sind traumhaft transparente Zustände – im Vergleich zu dem Großteil der Kommunen im Land ist Seelbach hier Spitzenreiter. Universitätsstädte wie Heidelberg sind dagegen altbacken – hier wurde Ende 2009 eine Live-Übertragung aus dem Gemeinderat per Beschluss verhindert.

Teilhabe erfodert auch mehr Transparenz der Entscheidungen.

Und wie traurig sind die Zustände in Nordbaden, unserem Berichtsgebiet: Pfenning in Heddesheim, der Sterzwinkel in Hirschberg und aktuell “ Breitwiesen ” in Weinheim sind drei absolute Negativbeispiele. Intransparente Entscheidungen am Bürger vorbei präg(t)en diese “Vorhaben”. Vieles wurde im Hinterzimmer entschieden, nicht-öffentlich und es ist kein Wunder, dass die Menschen alle Formen von Klüngel mutmaßen.

Der Forderung nach Transparenz und Bürgerbeteiligung steht die Realität gegenüber. Hier vor Ort werden so viele Themen wie möglich sogar bevorzugt “nicht-öffentlich” verhandelt.

Wer das ändern möchte, kann sich an den Gemeinderat seines Vertrauens wenden und nachfragen, wie lange das noch mit der Geheimniskrämerei weitergehen soll und ob man nicht endlich bereit ist, im 21. Jahrhundert anzukommen und sich das Interesses und die Kompetenz der Bürgerinnen und Bürger zunutze zu machen.

Mehr zum Thema gibt es auf dem Politblog [x Politics] . Dort geht es um Trends und Bewegungen, die fernab der parteipolitischen Tagesagenda die gesellschaftliche Zukunft gestalten und verändern.

Anmerkung der Redaktion:
Der vorliegende Artikel ist eine überarbeitete Fassung. Das Original wurde von der Tegernseer Stimme im bayerischen Gmund veröffentlicht, die ein ähnliches Lokalzeitungsnetzwerk betreibt wie unser Angebot. Der Geschäftsführer der Lokalen Stimme, Peter Posztos und Hardy Prothmann, verantwortlich für dieses Blog, betreiben zusammen die Firma istlokal Medienservice UG (haftungsbeschränkt), deren Geschäftsziel der Aufbau von unabhängigen Lokalredaktionen zur Förderung der Meinungsvielfalt und Demokratie ist.

Unter istlokal.de sind bislang rund 50 lokaljournalistische Angebote in einer Arbeitsgemeinschaft organisiert. Die Lokaljournalisten tauschen über weite Strecken hinweg Themen und Erfahrungen aus, die woanders vor Ort ebenfalls wichtig sind. Dabei nutzen sie das “weltweite Netz” heißt, um vor Ort kompetent, interessant, aktuell und hintergründig zu informieren.

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Vereine der Region machen Werbung für eine Bank und hoffen auf 1.000 Euro für die Vereinskasse


Auch Pokale wollen finanziert sein - Vereine können 1.000 Euro gewinnen. Foto: Archiv

Rhein-Neckar, 07. November 2011 (red/jl/ek) 1.000 Euro für den beliebtesten Verein: Die Ing-Diba unterstützt gemeinnützige Vereine in Deutschland und stellt dafür eine Million - Euro zur Verfügung. 1.000 gemeinützige Vereine haben die Chance durch Abstimmen über ihre Beliebtheit 1.000 Euro für die Vereinskasse zu gewinnen – und die Ing-Diba macht damit Werbung für sich. Vereine, die gewinnen wollen, müssen sich sputen: Die Aktion läuft noch bis 15. November.

Von Jörg Levermann:

“Vielerorts wird gegen die Allmacht großer Bankhäuser protestiert. Dennoch gelingt einem Unternehmen der Finanzbranche ein genialer Werbeschachzug.

Anders ist die Kampagne der Ing-Diba AG mit Hauptsitz in Frankfurt am Main nicht zu bezeichnen. Rund eine Million Euro investiert das Unternehmen derzeit und verteilt jeweils 1.000 Euro an die 1.000 beliebtesten Vereine.

Wer diese Vereine sind, darüber können Mitglieder und Freude der Vereine selbst bestimmen.

Dazu können die Vereine auf ihren Websites eine Bannerwerbung der Bank platzieren, die zu einer Internetseite des Unternehmens führt. Verpflichtet sind die Vereine dazu nicht, wenn sie bei der Aktion mitmachen wollen. Die Unterstützer des Vereins geben ihre Stimme auf der Website der Bank ab und müssen dabei ihre email-Adresse angeben.

Diese wird lediglich dazu genutzt, dass nicht mehr als maximal drei Stimmen von jedem Nutzer abgegeben werden können. Regelmäßige Werbe-email haben die Unterstützer nicht zu befürchten, da kein email-Abonnement in diesem Zusammenhang bestellt wird.

Vereine aus der Region hoffen auf Geldsegen von der Bank

Derzeit (Stand 06.11.2011, 14:45 Uhr) beteiligen sich 18.448 Vereine an der Aktion, in der Hoffnung ihre Vereinskassen aufzubessern. Auch Vereine aus der Region sind mit dabei.- Aus Heddesheim sind es derzeit der Glückliche Engelsherzen e.V. (Rang 12.033) und der DLRG OG Heddesheim e.V. (Rang 12.834).

Anzeige: Lust auf stilvolles Ambiente, gefiltertes Wasser, angenehme Gerüche oder einen wunderbaren Zimmerkamin? Kommen Sie doch bei casa-elements in Ladenburg vorbei. Wir freuen uns auf Sie, Ihre Kathrin Sinnreich.

Ladenburg ist sogar mit 9 Vereinen dabei: Der TC Ladenburg e.V. (Rang 632), der DLRG Ladenburg/Edingen-Neckarhausen e.V. (Rang 884), der Trägerverein JUZ “DIE KISTE” e.V. (Rang 3.466), der Ladenburger Sport-Vereinigung 1864 e.V. (Rang 9.076), der Auslandshelfer e.V. (Rang 9.296), die PLAN Ortsgruppe Mannheim (Rang 10.409), der LSV Ladenburg (Rang 11.331), die SV Ladenburg Romans (Rang: 14.004), der Arbeitskreis Netzwerk Berufsfindung (Rang 16.449).

Bannerwerbung der Bank haben diese Vereine nicht geschaltet. Sie hoffen, wie viele andere, auf Mund-zu-Mund-Propaganda, um möglichst viele Stimmen für sich gewinnen zu können. Eifrige Vereinsmitglieder und Sympathisanten haben dazu bereits soziale Netzwerke wie Facebook und Google+ genutzt.

Aus Schriesheim bewerben sich sechs Vereine: der Förderverein der KurpfalzGrund- und Werkrealschule Schriesheim e.V. (Rang 3.804), der SV 1919 Schriesheim (Rang 8.579), der Arbeitskreis Schriesheimer Senioren (Rang 10.030), der Reit- und Fahrverein Schriesheim (Rang 14.731), der Buddhistische Zentren Mittel-Rhein der Karma Kagyü Linie e.V. (Rang 17.361) und der kulturkreis-Schriesheim (Rang 18.412).

Weinheim beteiligt sich mit den meisten Vereinen: Ganze 16 nehmen an der Aktion teil. Der Board-Sport-Weinheim hat hier mit 783 Stimmen (Rang 2.267) die Nase vorn. Dagegen haben die Vereine Job Central (Rang 17.167) sowie der HSG/TSG Weinheim TV Oberflockenbach (Rang 18.109) noch überhaupt gar keine Stimmen erhalten.

Edingen-Neckarhausen ist mit zwei Vereinen dabei: der “Haie” TV Edingen (Rang 1.164) und der TTC Edingen-Neckarhausen (Rang 1.525).

Auch Hemsbach macht mit-  zwei Vereinen bei der Aktion mit: der Angelsportverein 1965 Hemsbach e. V. (Rang 12.615),- sowie der SSV Hemsbach (Rang 16.107) sind hier im Rennen und hoffen auf 1.000 Euro für die Vereinskasse.

In Viernheim sind es zehn Vereine, “Spitzenreiter” ist auf Rang 1.478 “Focus e.V.”, die “Pfadfinder Viernheim” kommen nur auf drei Stimmen.

Noch bis zum 15. November wird die Werbeaktion der Ing-Diba fortgesetzt. Mitmachen können alle gemeinnützigen Vereine, die eine Freistellung vom Finanzamt vorweisen können.

Kinder- und Jugendverein mit der Rettungshundestaffel an der Spitze

Wer vermutet, dass besonders bekannte Fußballvereine an der Spitze der Beliebtheitsskala stehen, wird überrascht sein. Auf Platz eins liegt derzeit der Verein Zebrakids aus Duisburg mit mehr als 12.850 Stimmen, gefolgt vom Verein Rettungshundestaffel Lippe Ems e.V. (Verl) auf Platz zwei mit 11.200 und der Verein Hebammen für Deutschland mit 10.632 Stimmen.

„Mit unserer Aktion sprechen wir als Bank für Privatkunden eine andere Klientel an als die großen Investmentbanken“, erklärte- Eliza Manolagas, eine Sprecherin der ING DiBa AG. Die- Vereine sammelten jede Menge Stimmen und dadurch habe die Website gute Zugriffsraten gewonnen.

„Wir- sind selbst überrascht, wie gut unsere Aktion angenommen wurde. Auch auf Facebook haben wir die Aktion bekannt gemacht“, sagte Manolagas. Dabei sei es zu Beginn fraglich gewesen, wie online-affin die Vereine tatsächlich seien. Nun sei die Aktion ein Selbstläufer geworden.- Vor allem habe man die kleinen Vereine damit erreichen wollen.”

Anmerkung der Redaktion:
Jörg Levermann ist freier Journalist in Eichwalde (bei Berlin). Er betreibt dort das Blog Eichwalder Nachrichten und gehört zum deutschlandweiten Netzwerk der Lokalzeitungen im Internet “istlokal.de”, die sich gegenseitig bei ihrer Arbeit unterstützen.

Redaktionelle Bearbeitung: Eva Konrath

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In eigener Sache: Schöne Herbstferien – wir renovieren!


Rhein-Neckar, 31. Oktober 2011. (red) Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern schöne Herbstferien! Wir nutzen die “nachrichtenarmen” Tage, um aufzuräumen. Und wir arbeiten an einem neuen Layout. Lassen Sie sich überraschen!

Unsere Berichterstattung setzen wir fort – bedingt durch technische Arbeiten kann diese aber eingeschränkt sein. Wie gewohnt werden Sie trotzdem kritische und hintergründige Artikel lesen können.

Während Zeitungen hier im Raum ihre Abo-Preise mal eben deutlich ohne Gegenleistung erhöhen, investieren wir in unser Produkt. Unsere Berichterstattung ist für Sie kostenfrei – sie ist aber nicht kostenlos. Ganz im Gegenteil.

Deswegen werden wir Sie in naher Zukunft bitten, unsere Arbeit zu honorieren. Freiwillig – so wie Sie können und möchten.

Hardy Prothmann ist freier Journalist und verantwortlich für die Lokalberichterstattung für die "Blogs" in Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Viernheim, Weinheim und Rhein-Neckar. Sein Team umfasst elf Mitarbeiter, die aktuell, hintergründig, kritisch und unabhängig in Wort und Bild berichten.

Unser neues Layout wird für Sie einfacher zu nutzen sein.

Ganz sicher werden Sie sich umgewöhnen und neu orientieren müssen, aber wir haben lange überlegt und geprüft – es wird zu Ihrem Vorteil sein.

Denn das ist unser Ziel: Zutreffend zu informieren, meinungsstark zu kommentieren und kritisch zu hinterfragen. Wir bieten eine unabhängige, flexible und innovative Berichterstattung. Deswegen wächst unsere Leserschaft zunehmend (täglich mehr als 5.000), während die Monopolzeitungen seit langem Leser verlieren.

Unseren Anzeigenkunden werden wir bessere Möglichkeiten zur Bewerbung ihrer Produkte und Dienstleistungen bieten können. Darüber freuen wir uns sehr, denn diese Einnahmen finanzieren unser Arbeit mit und unsere Kunden vertrauen wie die Leserinnen und Leser unserer engagierten Arbeit.

Wir bitten alle Leserinnen und Leser um entsprechende Aufmerksamkeit. Denn wir wählen auch hier Qualität: Sexanzeigen oder dubiose Kreditvermittler sind vielleicht bei Anzeigenblättern und lokalen Zeitungen “beliebte” Kunden – nicht so bei uns.

Wir achten auch hier auf Qualität. Wir bieten unseren Werbekunden gerne unsere Fläche, weil sie hier ein seriöses Umfeld finden und eine hohe Aufmerksamkeit kritischer Leserinnen und Leser, die sich auch gerne mit Kommentaren “einmischen” – was wir sehr begrüßen.

Sofern Sie Urlaub machen können, wünschen wir beste Erholung. Wir arbeiten derweil an unserem neuen Auftritt und hoffen auf Ihre Meinung. Sie können wie gewohnt kommentieren. Sie können uns anrufen oder per email Ihre Meinung sagen.

Der Umstieg auf das neue Layout wird einige Veränderungen bringen und wir hoffen, dass Sie mit uns zufrieden sind und uns weiterempfehlen. Im Gespräch, in Facebook, per Twitter – wie Sie möchten.

Wenn Sie Verbesserungsvorschläge haben, sind wir “ganz Ohr” – selbstverständlich. Unser “Blogs” leben davon – vom Austausch mit den Leserinnen und Lesern und einer neuen Form von Journalismus. Nicht umsonst gelten wir in der Medienbranche als eines der interessantesten Projekte seit Jahren.

Über 250 Berichte zum “heddesheimblog” als “Prinzip” und seinen Machern in allen Medien, darunter “großen” wie der Süddeutschen, FAZ, Spiegel, Deutschlandradio usw. sind ausreichende Belege für das Potenzial und die überregionale Wertschätzung unserer Lokalberichterstattung.

Darauf sind alle Beteiligten stolz – vor allem auch darauf, dass so viele Leserinnen und Leser mitwirken. Mit Tipps, mit Hinweisen, mit Informationen, mit Kommentaren.

Deswegen bedanken wir uns ganz herzlich dafür und freuen uns auf spannende Zeiten.

Ihr Hardy Prothmann und das Team der “rheinneckarblogs”

hardyprothmann

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Tödlicher Unfall am Bahnhof


Tödlicher Unfall am Heddesheimer Bahnhof - Rettungskräfte und Polizei im Einsatz

Heddesheim/Hirschberg, 25. Juli 2011. (aktualisiert) Heute Abend ist kurz vor 22:00 Uhr ein 72-jähriger Mann aus Worms auf den Gleisen des Bahnhofs Heddesheim/Hirschberg tödlich verunglückt. Die Polizei und die Rettungskräfte sind noch vor Ort und haben den Bahnhof weiträumig abgesperrt.

Zunächst war unklar, ob es sich um eine Selbsttötung oder einen Unfall handelt: “Das ist für uns vor Ort und in der Kürze der Zeit kaum feststellbar”, sagte Polizeihauptkommissar Daniel Neideck, der Regionalgruppenleiter der Bundespolizei Mannheim.

Die Feuerwehr Großsachsen im Einsatz.

“Der Zugführer ist natürlich mitgenommen von dem Vorfall, hat aber eindeutig ausgesagt, dass der Mann von links, also der Hirschberger Seite, die Gleise überqueren wollte”, sagte Herr Neideck uns gegenüber: “Der Beschreibung nach gehen wir von einem tragischen Unfall aus.”

Der Güterzug konnte nicht mehr rechtszeitig stoppen und erfasste den-  72-jährigen Mann, der an der Unfallstelle verstorben ist: “Für den Zugführer ist das eine ausweglose Situation, selbst wenn er einige hundert Meter zuvor die Gefahr erkennt, kann er den Zug nicht mehr rechtzeitig stoppen.”

“Leider versuchen immer wieder Menschen Gleise zu überqueren”, so Herr Neideck: “Es ist und bleibt eine tödliche Gefahr.” So wie man eben schnell mal über die Gleise will, Züge sind oft schneller da, als “man denkt”. Wer beim Gleisüberqueren erwischt wird, dem droht ein Bußgeld von 25 Euro: “Es gibt keinen direkten Weg zum Abkürzen über die Gleise. Jeder Umweg ist besser und sicherer.”

Die Deutsche Bahn hat eigene "Unfallmanager" bei Personenschäden im Einsatz.

Im Einsatz ist die Feuerwehr Großsachsen/Hirschberg, da die Alarmierung der Leitstelle auf die “Großsachsener” Seite wies. Tatsächlich passierte der Unfall auf der Heddesheimer Seite des gemeinsamen Bundesbahnhofs.

Nach Angaben des “Unfallmanagers” der Deutschen Bahn vor Ort und des Bahnpersonals war dies der erste Unfall im Bahnhof. Am Bahnhof wurde kurz nach 22:00 Uhr ein nächster Personenzug erwartet. Ein aufmerksamer Leser hat uns per email informiert, dass es am 09. April 2008 in der Nähe des Bahnhofs einen tödlichen Unfall gegeben hat.- Wobei damals von “Personenschaden” die Rede war , was auf Selbsttötung hindeutet.

Die Strecke Weinheim über Heddesheim Richtung Mannheim wurde gesperrt, bis die Bergungsarbeiten abgeschlossen waren und der Zug weiterfahren konnte. Nach unseren Informationen kam der Güterzug aus Frankfurt und wollte über Mannheim-Friedrichsfeld weiter nach Saarbrücken. Der Tritteinstieg wurde beschädigt, der Zug konnte nach Personaltausch aber die Fahrt fortsetzen.

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Unterkreisfeuerwehren bekämpfen Großbrand in Heddesheim


Guten Tag!

Heddesheim/Rhein-Neckar, 11. April 2011. (red/fw/pol) Der Großbrand einer Scheune in Heddesheim forderte die Feuerwehren im Unterkreis. Am Sonntagnachmittag kam es aus bisher ungeklärter Ursache zu einem Dachstuhlbrand in Heddesheim. Zwei Menschen wurden mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Der Sachschaden soll mindestens 300.000 Euro betragen. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Von Hardy Prothmann

Gegen 14.40 Uhr brach das Feuer auf einem Aussiedlerhof am Brunnenweg in Heddesheim in einer Scheune aus. Der Brand breitete sich nach Angaben der Polizei vom vorderen Stallbereich auf einen für Erntehelfer genutzten Unterkunftsbereich aus und erfasste auch den Dachstuhl des Wohnhauses.

Zunächst bekämpften die Feuerwehren Heddesheim und Hirschberg den Brand, Dabei wurden sie durch die Unterkreisführungsgruppe des Unterkreis Ladenburg unterstützt.

Großbrand in Heddesheim erfordert Großeinsatz der Unterkreiswehren.

Gegen 15:30 Uhr wurden nach Angaben der Feuerwehr Weinheim weitere Feuerwehren zur Überlandhilfe hinzugezogen. So wurde die Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt, die Feuerwehr Ilvesheim und die Feuerwehr Schriesheim mit zusätzlichen Drehleitern nachgefordert. Die Feuwehr Weinheim, Abteilung Stadt beispielsweise rückte mit dem kleinen Löschzug – Einsatzleitwagen, Drehleiter und Tanklöschfahrzeug zur Einsatzstelle aus.

Ziel war es, das Haupthaus zu retten – die Scheune war verloren. Das Feuer hatte bereits auf den Dachstuhl des Hauses übergegriffen. Mit Hilfe der Drehleitern aus Ladenburg, Schriesheim und Weinheim wurde die Dachhaut entfernt, um das Feuer zu löschen und die bereits eingesetzten Feuerwehren effektiv zu unterstützen, sagte Ralf Mittelbach, Pressesprecher der Feuerwehr Weinheim.

Gegen 17:30 Uhr war das Feuer soweit unter Kontrolle, dass der Einsatz der Drehleitern nicht mehr benötigt wurde. Gegen 18 Uhr konnte die Weinheimer Feuerwehr wieder einrücken und den Einsatz beenden, während die Feuerwehr Heddesheim bis in den späten Abend weitere Nachlöscharbeiten durchführen musste.

Ein 36-jähriger Mann und eine 44-jährige Frau, die sich bei dem Brandausbruch mit starker Rauchentwicklung im dortigen Innenhof aufgehalten hatten, wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert. Die anderen dort wohnenden Personen konnten in Sicherheit gebracht werden.

Der geschätzte Sachschaden beläuft sich auf ca. 300.000 Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Auf dem heddesheimblog.de zeigen Fotos von zwei Fotografen vor Ort, zwei Perspektiven von Passanten und Fotos der Feuerwehr Weinheim. Der erste Block zeigt die Löscharbeiten am Nachmittag, der zweite den Einsatz vom Abend. Der Dritte Block dokumentiert das Ende der Löscharbeiten, der vierte Block den “Blick von außen”.

Mit Material von Polizeipräsidium Mannheim, Feuerwehr Weinheim.

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Analyse zur Landtagswahl: Die Farbenlehre der Kommunen im Wahlkreis Weinheim (39)


Guten Tag!

Rhein-Neckar/Weinheim, 25. März 2011. Geht es nach “The Trend is your friend” – sieht es für die SPD im Wahlkreis Weinheim (39) schlimm aus. Die Grünen dürfen sich wie die FDP über weitere Zuwächse freuen und die CDU kann sich ausruhen. Doch das wird nicht so sein. Die Landtagswahl 2011 ist selten spannend und offen. Wir geben einen Überblick über die vergangene Wahl und was man daraus für die Zukunft die Wahl am Sonntag schließen kann.

Bei der Landtagswahl 2006 war die CDU ist mit 42,6 Prozent (+/-0) stärkste Partei. Die SPD holte nur noch 27,2 Prozent (-10,7). Drittstärkste Partei sind Bündnis90/Die Grünen mit 12,6 Prozent (+4,4). Dann folgt die FDP mit 10,2 Prozent (+2,8).

Der Überblick aus Sicht der Parteien:

CDU
Schriesheim ist die “neue” CDU-Hochburg. 45,9 Prozent (+1,2) schaffte die Partei hier als bestes Gesamtergebnis. Danach folgt Laudenbach mit 45,6 Prozent, aber -2,3 Prozentpunkten Verlust. Edingen-Neckarhausen ist die einzige Gemeinde, wo die CDU nicht über 40 Prozent kommt: Trotz Zuwachs sind es nur 39,7 Prozent (+2,3).

SPD
In Ilvesheim hat die SPD das beste Ergebnis: 32,9 Prozent (-11,5). Danach folgt Heddesheim mit 31,8 Prozent (-8,3). Zusammen mit Laudenbach (-9,4) sind das die einzigen Gemeinden, in denen die SPD bei der vergangenen Wahl weniger als 10 Prozentpunkte verliert.

Bündnis90/Die Grünen
Dossenheim ist die Grünen-Hochburg. 18,7 Prozent (+4,9) holt die Partei hier. Gefolgt von Schriesheim mit 15,7 Prozent (+5,4) und Ladenburg mit 14,3 Prozent, wo die Grünen mit +6,3 Prozentpunkten am meisten zulegen.

FDP
In Hirschberg ist die FDP am erfolgreichsten. Auf 13,2 Prozent (+4) folgt Schriesheim mit 12,2 (+5,3), wo sie am meisten zulegt. Schwächste Gemeinde ist Laudenbach mit 7,8 Prozent, wo sich die FDP hier um 2,8 Prozentpunkte verbessert hat. Nur in Edingen-Neckarhausen verliert die FDP 0,7 Prozentpunkte, bleibt aber mit 11,5 Prozent über dem Durchschnitt von 10,2 Prozent im Wahlkreis.

Wollen Sie wissen, wie Sie wählen "sollten"? Machen Sie den Test mit dem Wahl-o-mat der Landeszentrale für politissche Bildung.

Klarer Verlierer der Landtagswahl 2006 war die SPD, die in Dossenheim (22,3), Hirschberg (22,7) und Schriesheim (22) nur noch knapp über der 20 Prozentmarke liegt.

Die Grünen legten im Vergleich am meisten zu und können in Dosssenheim (18,7), Hirschberg (14,2), Ladenburg (14,3) und Schriesheim (15,7) hingegen hoffen, die 20 Prozentmarke zu erreichen oder zu überwinden.

Die FDP hat zwar nach den Grünen als einzige Partei hinzugewonnen, aber angesichts der Wahlumfragen muss sie Verluste fürchten. Besonders in Ilvesheim (7,9) konnte sie nur leicht mit 1,3 Prozentpunkten zulegen, in Laudenbach hatte sie zwar das Durchschnittsplus von 2,8 Prozentpunkten erreicht, bleibt aber hier am schwächsten. Die einzige Kommune, in der die FDP (9,2) knapp vor den Grünen (9,0) liegt, ist Heddesheim.

Die CDU hat in sechs der zehn Kommunen verloren – kein gutes Omen für die bevorstehende Wahl. Zwar sind die Verluste mit -2,3 Prozentpunkten in Laudenbach bis -0,1 Prozentpunkte in Weinheim vergleichsweise niedrig, aber unterm Strich hat die Partei mit insgesamt -3.200 Stimmen nur Glück gehabt, das Ergebnis von 2001 halten zu können.

Das “Glück” lag damals an den verlorenen Stimmen und der geringen Wahlbeteiligung. Die damalige WASG (3,8) (heute mit PDS zu Die Linke fusioniert) hatte zusammen mit den Grauen (1,4) insgesamt 5,2 Prozent der Stimmen auf sich gezogen, die für die anderen Partein “verloren” waren. Die Grauen sind seit 2008 aufgelöst.

Traditionell sind CDU-Wähler bislang immer noch “pflichtbewusster” beim Wahlgang. Das wirft auch ein anderes Licht auf die leichten Verluste – trotz der Wahldisziplin hat die CDU bereits 2006 “verloren”.

Folgt man den Umfragen zu Gesamtwahl, könnte der CDU-Kandidat Georg Wacker fünf bis sieben Prozent verlieren, bleibt aber als Gewinner des Direktmandats im Parlament. Die FDP-Kandidatin Birgit Arnold könnte knapp sechs Prozent verlieren – ihr erneuter Einzug ins Parlament wäre damit gefährdet.

Gerhard Kleinböck würde demnach ebenfalls nochmals rund drei Prozent verlieren, dürfte aber wieder ins Parlament einziehen.

Der “Wahlsieger” dürfte Uli Sckerl werden – geht es nach den Umfragen. Er würde große Teile der Verluste der anderen einsammeln und könnte es nahe oder sogar über 20 Prozent schaffen.

Die prognostizierten Wahlergebnisse wären damit nicht nur im Land, sondern auch im Wahlkreis Weinheim eine Sensation.

Doch das sind alles “Annahmen” vor der Wahl. Nach der Wahl ist am Sonntag, ab 18:00 Uhr – dann wird ausgezählt. ;-)

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Über 500 Menschen bei Mahnwachen in Rhein-Neckar-Gemeinden


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 22 . März 2011. In mehreren Gemeinden an Bergstraße und Neckar im Wahlkreis 39 haben sich am Montag, den 21. März 20011, insgesamt über 500 Menschen versammelt, um für die Opfer der Natur-und Atomkatastrophe in Japan und für den Atomausstieg in Deutschland eine Mahnwache zu halten. In Mannheim kamen nach Angaben der Polizei 1.500 Menschen zusammen.

Die Mahnwachen wurden von Bündnis90/Die Grünen, Grünen Listen und der SPD veranstaltet. In Edingen-Neckarhausen riefen Bürgerinnen und Bürger dazu auf.

Nach Auskunft der Veranstalter versammelten sich jeweils so viele Menschen wie angegeben in den genannten Gemeinden: Edingen-Neckarhausen 38, Dossenheim 85, Heddesheim 30, Hirschberg 35, Ilvesheim 33, Ladenburg 60, Schriesheim 70, Weinheim 180.

Wir dokumentieren einige der Versammlungen im Bild:

Weinheim: 180 Teilnehmer. Bild: privat

Edingen-Neckarhausen: 38 Teilnehmer. Bild: privat

Heddesheim: 30 Teilnehmer. Bild. T. Eisele

Dossenheim: 85 Teilnehmer. Bild: privat

Einen schönen Tag wünscht
Das rheinneckarblog

Anmerkung der Redaktion:
Wir haben nicht alle Mahnwachen dokumentieren können. Sofern Sie uns weitere Fotos zur Verfügung stellen, werden wir den Artikel ergänzen.

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Fräulein Baumann kommt ins Fernsehen… und ist am Samstag live in Heddesheim


Guten Tag!

Weinheim, 16. Februar 2011. Die Weinheimer Comedian sind schwer auf Tour im Moment. Die Fernsehmacher im Südwesten und anderswo sind in diesem Jahr besonders auf eine Dame scharf, die gerade in die besten Jahre gekommen ist: Fräulein Baumann. “Die” tritt am 27. Februar 2011 im SWR live auf – am 19. Februar aber “hautnah” in Heddesheim bei der Prunktsizung der “Grumbe”.

Von Roland Kern

Seit einigen Jahren schlüpft der Weinheimer Zauberer, Comedian, Schauspieler, Kabarettist und Spitzklicker Dr. Markus Weber (im richtigen Leben Apotheker) nicht unter, sondern in den Rock des betagten spitzzüngigen Weinheimer Fräuleins.

Fräulein Baumann im ?? Frühling...

Und, je älter desto besser: In den letzten Wochen dreht Fräulein Baumann nochmal so richtig auf, sei es nun der vierte, fünfte oder sechste Frühling . . . Im November 2010 trat sie im Quatsch Comedy Club in Berlin auf. Und jetzt rein in die Fernsehfastnacht.

Die Fastnacht ist ja bekanntlich vor einer ungewissen Zahl an Jahren die Wiege von Fräulein Baumann gewesen. Ihre Auftritte mit wedelnden Brillengläsern und der prägnanten Aussprache waren zunächst komödiantische Höhepunkte des Weinheimer Faschingsvereins „Weinheimer
Blüten“.

Seit einigen Jahren tourt Fräulein Baumann durch die renommierten Prunksitzungen der Region und hat zahlreiche Fans in der Kurpfalz und darüber hinaus gewonnen.

Sie kann sich herrlich selbst auf den Arm nehmen, wenn sie sich so ihre Gedanken über ihre Generation macht (mit Johannes Heesters war sie in der Krabbelgruppe, sagt sie), über die hinter ihr liegende und die nachfolgenden. Lustig sind auch die Erlebnisse mit ihrer Leib- und Magen-Freundin Lisbeth.

Fräulein Baumann ist die Comedy-Antwort auf den demographischen Wandel und eine Kleinkunst-Botschafterin ihrer Heimatstadt Weinheim.
Kein Wunder also, dass die Unterhaltungsprofis des Dritten Fernsehprogramms des SWR jetzt auch auf die alte Dame aufmerksam geworden sind.
„Ich hätte vor Freude unseren Großherzog küssen können“, erklärte Fräulein Baumann jetzt ihren Fans (natürlich auf der eigenen Facebook-Seite), „als die Männer vom Fernsehen angerufen haben“. Die Redakteure des SWR hatten den Comedy-Allrounder aus Weinheim neulich bei einer Prunksitzung in Ludwigshafen entdeckt und im Redaktionsteam vorgeschlagen.

So kommt es, dass Fräulein Baumann am Sonntag, 27. Februar, bei einer der großen SWR-Fernsehübertragungen ihren Auftritt hat: Bei der Badisch-Pfälzischen Fastnacht, die live und in Farbe von 20.15 Uhr bis 23.30 Uhr im Dritten Programm ausgestrahlt wird, diesmal aus Frankenthal. Dabei steht das „alte Fräulein von Weinheim“ an der Seite von bekannten Fastnachtern wie Günter Dudenhöffer, Andreas Franz und Werner Strobel.

Anmerkung der Redaktion:
Roland Kern ist Journalist und Pressesprecher der Stadt Weinheim

Lesen Sie auch unseren Bericht im heddesheimblog: Noch gibt es Karten für die Prunksitzung der Grumbe

Weiter Videos.

Noch gibt es Karten (11 Euro) im Vorverkauf über die Fahrschule Göhner: 06203/ 44 3 49 oder an der Abendkasse.
Bürgerhaus. Einlass ist um 18:11 Uhr, Beginn um 19:11 Uhr.

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Diese Woche: Tipps und Termine

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Guten Tag!

Tipps und Termine für den 29. November – 5. Dezember 2010. Jeden Montag erscheinen unsere Veranstaltungstipps für die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Termine finden Sie ins unseren Kalendern für Heddesheim , Hirschberg , Ladenburg .

Montag, 29. November, 15 Uhr, Stadtbibliothek

Ladenburg. Am Montag, 29. November, 15 Uhr, ist das Theater PassParTu zu Gast in Ladenburg. Das Ensemble spielt “Polleke, der kleine Bär” , ein Weihnachtsstück für Kinder ab vier Jahren. Es ist die liebevolle Geschichte eines kleinen, frechen Bären, der mit Hilfe seiner Freunde, versucht seinen Traum zu verwirklichen und einmal den Weihnachtsmann zu sehen. Dabei werden die Kinder immer wieder in das Geschehen mit einbezogen. Eine moderne Weihnachtsgeschichte, die offen lässt, ob es den Weihnachtsmann gibt. Das Erzähltheater richtet sich an Kinder von 4 bis 12 Jahren und dauert etwa 40 Minuten.

Ort: Hauptstraße 8, Ladenburg
Eintritt: Erhältlich sind Eintrittskarten für Kinder zu 3,50 Euro und für Erwachsene zu fünf Euro im Vorverkauf. Tel. 06203/70211

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Mittwoch, 1. Dezember, 15 Uhr, Stadthalle

Weinheim. „Die Zauberflöte – Bravo, bravo Papageno“ heißt die kindergerechte Bearbeitung der berühmten Oper von W. A. Mozart. In faszinierender Weise wird der Opernstoff für Kinder verkürzt, vereinfacht und zu einem Fantasie-Märchen in einer bunten Zauberwelt umgearbeitet, mit farbenfrohen Kostümen, einer aufwendigen Bühnenausstattung, Lichtdesign und Pyrotechnik.
„Echte“ Opernsänger laden das junge Publikum ein zu einem lustigen Ausflug in die klassische Musk. Ein Konzertpianist begleitet sie dazu am Flügel, selbstverständlich live. Und dazu gibt-´s Popmusik und fetzige Tänze.

Mozart

Mozarts "Zauberflöte" für Kinder. Szenenfoto

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Der greise König Tyros ordnet sein Reich. Die Herrschaft im Sonnenland und die Erziehung seiner Tochter, der Prinzessin Pamina, übergibt er seinem Bruder Sarastro. Alle Reichtümer und die Zauberflöte vermacht der König seiner Frau, der Königin der Nacht, und seiner Tochter Pamina. Die Zauberflöte ist aus dem Holz einer tausendjährigen Eiche geschnitzt, und sie vermag Böses in Gutes zu verwandeln. Die Königin jedoch ist mit dieser Aufteilung nicht einverstanden und sinnt auf Rache.
Wie dann der edle Prinz Tamino unter Mithilfe des tollpatschigen Vogelfängers Papageno die schöne Pamina zur Frau gewinnt, ist ein spannendes Abenteuermärchen und hält Jung und Alt in Atem.
Nach 70 spannenden Minuten tanzen die Kinder und Eltern vor Begeisterung mit den Sängern auf der Bühne.

Ort: Birkenauertalstraße 1, Weinheim
Karten: Geschäftsstelle der Kulturgemeinde Weinheim, Telefon: 06201/12282, eMail: [email protected]

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9-12 und 15-18 Uhr, an Vorstellungstagen 9-12 und 18-19 Uhr. Die Abendkasse ist jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet. Dort erfolgt nur der Verkauf zur jeweiligen Vorstellung. Freier Verkauf.

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Mittwoch, 1. Dezember, 16 Uhr, Gemeindebücherei

Heddesheim. Im Literaturkaffee ist am Mittwoch, 1. Dezember, der Heidelberger Schriftsteller Hubert Bär mit „Der Heidelberger Campus-Mord“ zu Gast. Hubert Bär wurde 1942 geboren und lebt seit 1962 in Heidelberg. Er schloss sein Studium der Germanistik, Romanistik, Geschichte und Politologie mit der Promotion ab und arbeitete als Lehrer und Literaturredakteur. Neben literaturwissenschaftlichen und deutschdidaktischen Arbeiten veröffentlichte er Lyrik und Prosa im Hörfunk, in literarischen Zeitschriften, in Zeitungen, Magazinen und Anthologien.
In dem Kriminalroman „Der Heidelberger Campus-Mord“ wirft der Autor mit spitzer Feder und gekonnter Ironie einen schonungslosen Blick hinter die saubere Fassade Heidelberger Eliten. Ein packendes Krimierlebnis der besonderen Art.

Ort: Unterdorfstraße 2, Heddesheim
Eintritt: 5 Euro, Vorverkauf Gemeindebücherei

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Donnerstag, 2. Dezember, 20 Uhr, Stadthalle

Die Buddenbrooks

"Die Buddenbrooks". Szenenfoto

Weinheim. Thomas Manns “Buddenbrooks” in der Weinheimer Stadthalle. Bühnenfassung: John von Düffel, mit Klaus Mikoleit, Heidemarie Wenzel u.a. Regie: Frank Matthus. Mit seinen „Buddenbrooks“ schuf Thomas Mann einen Jahrhundertroman, eines der vielschichtigsten Sittengemälde der bürgerlichen Gesellschaft um die Wende zum 20. Jahrhundert.

Mehr als hundert Jahre später hat John von Düffel aus Thomas Manns Roman eine Bühnenfassung geschaffen, welche die Quintessenz der Familienchronik herausdestilliert, hat den Aufstieg und Fall der berühmten Lübecker Kaufmannsfamilie, die mit ihren konservativen Wertvorstellungen in einem immer rauer werdenden Kapitalismus nicht länger bestehen kann, perfekt verdichtet. Um Konsul Johann, seine Frau Elisabeth und die Kinder Thomas, Christian und Tony entwirft die großartige Inszenierung einen beängstigenden Zwiespalt zwischen Beziehungsdünkel und wirtschaftlichem Erfolgsdruck, beschreibt ihren Überlebenskampf bis hin zu Selbstzerstörung. Das glänzend aufgelegte Ensemble liefert eine fabelhafte Demonstration von Sprach- und Sprechkunst, zeigt ein intensives Gesellschaftsgemälde, das sich dem Thomas Mann-€™schen Sprachstil durchaus als ebenbürtig erweist. Großes Theater, exzellente Darsteller – nicht umsonst wurde diese Inszenierung mit dem INTHEGA-Preis 2009 belohnt.

Ort: Birkenauertalstraße 1, Weinheim
Karten: Geschäftsstelle der Kulturgemeinde Weinheim, Telefon: 06201/12282, eMail: [email protected]lturgemeinde.de

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9-12 und 15-18 Uhr, an Vorstellungstagen 9-12 und 18-19 Uhr. Die Abendkasse ist jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet. Dort erfolgt nur der Verkauf zur jeweiligen Vorstellung. Abo C und freier Verkauf.

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Freitag, 3. Dezember, 20 Uhr, Alte Turnhalle

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Der Odenwälder Shanty-Chor.

Hirschberg. Der Odenwälder Shanty Chor beschließt auch seine diesjährige Konzertsaison mit einem Weihnachts-Special in der Alten Turnhalle im Hirschberger Ortsteil Großsachsen. Die Crew um Chorleiter Matz Scheid und Texter Manfred Maser hat ein weihnachtliches Programm zusammengestellt. Der Titel “Weihnachten im Weltall” nimmt Bezug auf das aktuelle Programm des OSC: “Per B.E.M.B.E.L. durch die Galaxis”. Auf dem Raumschiff „BSS Jakob Muschelknautz“ feiert Schann Scheid mit Kapitän Schrödelsecker und seiner Crew das größte Fest des Jahres: die Äbbel-Woinacht .
Erinnerungen aus der Zukunft, garniert mit Shanties, Gospelsongs und Weihnachtsliedern. Die Besucher dürfen sich also auf einige Überraschungen gefasst machen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Die Aufführungen am Samstag, 4. Dezember, um 20 Uhr und am Sonntag, 5. Dezember, um 19 Uhr, sind schon ausverkauft, deshalb gibt es ein Zusatzkonzert am Freitag, 3. Dezember. Einlass ist jeweils eine Stunde zuvor. Der Vorverkauf läuft.

Ort: Marktplatz, Großsachsen
Eintritt: Karten im Vorverkauf in Großsachsen bei Schreibwaren Schuhmann (Landstr. 12, Tel.: 06201-53012)
und im Weißen Lamm (Breitgasse 7, Tel: 06201-57257), in Weinheim bei Tabakwaren Freund (Hauptstr. 72, Tel.: 06201-61211)

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Freitag, 3. Dezember, 20 Uhr, Zehntkeller

Schriesheim. Mit einem Festabend feiert die Winzergenossenschaft Schriesheim am 3. Dezember im Zehntkeller ihr 80-jähriges Bestehen. Den Gästen geboten werden ein Sechs-Gänge-Menü sowie zahlreiche Kostproben der hauseigenen Weine zum Preis von 98 Euro pro Person. Programm: Wein, Weib und Gesang von den „Intendanten“ Karlsruhe.

Ort: Zehentkeller, Schulgasse
Karten: Bei der Winzergenossenschaft, Heidelbergerstr. 3

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Sonntag, 5. Dezember, 15 Uhr, Rathaus

Heddesheim. Die Gemeindbücherei präsentiert am Sonntag, den 5. Dezember, 15 Uhr, Tanja Szewczenko mit ihrem Kinderbuch „Kiki Kufenflitzer – Der Eiskristall“. Kinder ab dem Grundschulalter werden zu einer ganz besonderen Autorenlesung eingeladen. Die ehemalige Eiskunstläuferin Tanja Szewczenko liest aus ihrem Kinderbuch „Kiki Kufenflitzer – Der Eiskristall“. Mit Buchverkauf und Signierstunde. Der Eintritt ist frei, doch die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Tanja Szewczenko wurde 1977 in Düsseldorf geboren, sie gewann drei deutsche Meistertitel im Eiskunstlauf. Ihr internationaler Durchbruch erfolgte 1992. 2001 beendete sie ihre Eiskunstlaufkarriere. Sie arbeitete als Fotomodell und wirkte in Fernsehshows mit. In einer Show von Holiday on Ice trat sie wieder vor Publikum auf. Dabei zeigte sie sich als Solo- wie auch als Paarläuferin.

„Kiki Kufenflitzer“ erzählt von einem eigentlich normalen Mädchen – aber nur eigentlich. Denn welches normales Mädchen anstatt richtiger Schuhe ständig Kufen an den Füßen? Und welches normale Mädchen hat schon einen tollpatschigen Eisbären und einen neunmalklugen Pinguin, die beide auch noch sprechen können, als beste Freunde? -€¦

Ort: Rathaus, Fritz-Kessler-Platz
Eintritt: Eine kostenlose Eintrittskarte muss man sich deshalb in der Bücherei, Unterdorfstr. 2, abholen.

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Jeden Montag gibt es Tipps und Termine aus unserem Berichtsgebiet und der Region. Sie möchten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion. Wir übernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgewählte Termine in unsere Übersicht “Diese Woche”:
Termine Heddesheimblog.de
Termine Hirschbergblog.de
Termine Ladenburgblog.de
Termine Weinheimblog.de
Und für Termine aus anderen Gemeinden an:
Termine Rheinneckarblog.de

Unsere Termine erfreuen sich großer Beliebtheit – Sie können hier auch gerne für sich oder Ihre Veranstaltungen werben. Zum Auftakt unseres neuen Services begrüßen wir herzlich unseren neuen Kunden Kaffeehaus Ladenburg und Kaffeehaus Schriesheim und bitten unsere Leserinnen und Leser um freundliche Beachtung.
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Über unsere Blogs erreichen Sie täglich bis zu 5.000 LeserInnen und Leser. Die Preisjury des Fachblatts MediumMagazin wählte uns Ende 2009 auf Platz 3 “Regionales” unter die “100 Journalisten 2009″.

Eine schöne Woche wünscht Ihnen
Das weinheimblog

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