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Freitag, 01. November 2013

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Pilgerhaus übernimmt Trägerschaft

Erziehungsberatung bleibt in Weinheim

Bürgermeister Heiner Bernhard und Pilgerhaus-Leiter Uwe Gerbich-Demmer unterschreiben den Vertrag. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 13. Dezember 2012. (red/pm) Die Erziehungsberatung bleibt in Weinheim, aber die Trägerschaft wechselt ab 1. Januar 2013 zum Pilgerhaus – Vertragsunterzeichnung im Rathaus.

Information der Stadt Weinheim:

“Oft beginnt es unauffällig. Bei einem Kind werden Lernstörungen oder Ängste auffällig, bei einem anderen geht es mit leidigen Ess-Störungen los, das nächste leidet unter Depressionen und Zwängen – aber alles kann ein Alarmsignal sein. Klar ist und aus
zahlreichen Studien ersichtlich: Nicht wenige später zugespitzte Fälle, die zu Heim- oder Intensivfällen führen, haben im Kindesalter mit scheinbar geringfügigen Erziehungsschwierigkeiten begonnen.Im Umkehrschluss heißt das: Eine frühe Erziehungsberatung kann in vielen Fällen eine spätere intensive Betreuung vermeiden helfen.

In Weinheim gibt es seit 1951 eine solche Psychologische Beratungsstelle als besondere Erziehungshilfe, bislang wird sie in Trägerschaft der Stadt geführt. Seit Jahren befinden sich die Räume an einem markanten Ort: Dem Alten Rathaus am Marktplatz.

Nach verschiedenen strukturellen Veränderungen in der Stadtverwaltung, die insbesondere das frühere Amt für Jugend und Soziales betroffen haben, gibt es jetzt eine Veränderung in der Trägerschaft. Das Weinheimer Pilgerhaus, eine in Weinheim sehr renommierte evangelische Einrichtung der Jugend- und Behindertenhilfe, nimmt die Beratungsstelle unter sein Dach – bis auf Weiteres zumindest am selben Ort mit den vertrauten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard und Pilgerhaus-Leiter Uwe Gerbich-Demmer unterschrieben jetzt im Rathaus den Übergabevertrag. Der Gemeinderat hatte der Übertragung der Trägerschaft vor zwei Wochen zugestimmt. „Ich bin davon
überzeugt“, so OB Bernhard, „dass die Beratungsstelle von ihrem hohen Niveau nichts einbüßen wird“. Die Stadt gewährt
dem neuen Träger einen jährlichen Betriebskostenzuschuss, der allerdings auf 170 000 Euro gedeckelt wird.

Uwe Gerbich-Demmer bekräftigt: „Die Beratungsstelle bietet Familien in Konfliktsituationen eine erste fachkundige Hilfe. Wir freuen uns, die Trägerschaft für dieses wichtige Angebot zu übernehmen und möchten hier auch zukünftig als kompetenter Ansprechpartner zur Seite stehen.”

Die zwei Psychologen, eine Sozialpädagogin und ein Sozialarbeiter werden weiterhin für einen Einzugsbereich im nördlichen Rhein-Neckar-Kreis von rund 130 000 Einwohnern zuständig sein.

Psychologische Beratungsstellen sind nach dem Sozialgesetzbuch spezialisierte Einrichtungen der Jugendhilfe zur Prävention, Diagnostik, Beratung und Therapie. Beratungen und therapeutische Unterstützung werden meistens von Eltern in Krisen- und Konfliktsituationen wahrgenommen. Seit Jahren steigt in Weinheim und Umgebung die Zahl der Beratungen kontinuierlich an. Nahmen im Jahr 2007 noch 280 Eltern eine Hilfe in Anspruch, waren es im Jahr 2011 schon 350.”

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