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Samstag, 31. August 2013

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Facebookinterview mit Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner

Transparent und nah am Leser

Die Facebook-Seite des Weinheimblog. Foto: local4u

Weinheim, 14. Januar 2012. (red/ld) Vergangenen Freitag führte Chefredakteur Hardy Prothmann ein Facebook-Interview mit Weinheims erstem Bürgermeister Torsten Fetzner. Vermutlich war es deutschlandweit das erste Interview dieser Art auf dieser Plattform. Rund 1.000 Facebook-Nutzer sahen die Ankündigung. Rund 200 von ihnen lasen das Interview live mit. Das Ziel dieses Experiments: Eine größtmögliche Transparenz und die Beteiligung unserer Leser/innen. Anders als bei Live-Chats kann das Interview auch danach noch gelesen werden und auch weiter kommentiert werden. Bis jetzt haben rund 2.500 Nutzer die Interviewseite aufgerufen. Wir ziehen Bilanz.

Um 16 Uhr ging es los: Torsten Fetzner meldete sich in unserem Thread auf Facebook und schrieb den ersten Kommentar:

Auszug aus dem Facebookinterview mit Weinheims erstem Bürgermeister Torsten Fetzner am 11. Januar 2013.

Thematisch ging es um die Motivation des Bürgermeisters bei Facebook mitzumachen und natürlich um Weinheimer Themen: Die Frage nach dem Ausbau der Erneuerbaren Energien, die Herausforderungen des demografischen Wandels und um die Sanierung der Weinheimer Sporthallen. Um ein breites Spektrum an Themen abzudecken, wechselten wir oft unsere Fragen und lieferten mit Link-Postings auf unsere Artikel Hintergrundinformationen, die wir bereits früher veröffentlicht hatten.

Auszug aus dem Facebookinterview mit Weinheims erstem Bürgermeister Torsten Fetzner am 11. Januar 2013.

In Echtzeit konnten die Leser/innen die Antworten von Herrn Fetzner nachlesen, selbst nachfragen und auch durch Verlinkungen auf andere Webseiten die Diskussion mit Zusatzinformationen bereichern.

Auch für Nicht-Facebooker

Unsere Leserschaft ist modern, kritisch und viele kennen sich aus mit den modernen Medien. Wer dennoch kein Profil auf Facebook besitzt, konnte trotzdem mitlesen. Denn öffentliche Seiten sind bei Facebook auch von außen einsehbar. Wer eine Frage hatte, schrieb uns einfach eine Email. Anders als bei Interviewchats wird die Seite nach dem Interview nicht geschlossen, sondern kann nachgelesen oder geteilt werden. Wer noch Fragen hat, kann sie sogar nachträglich noch stellen.

Auszug aus dem Facebookinterview mit Weinheims erstem Bürgermeister Torsten Fetzner am 11. Januar 2013.

Wir erhielten von Dr. Fetzner sehr ehrliche Antworten. Unser Experiment führte einen sehr kommunikativen und experimentierfreudigen Bürgermeister zu Tage. Wir danken Dr. Torsten Fetzner sehr dafür – weil ein solches Experiment auch eine große Offenheit bei allen verlangt. Da unser Interviewpartner seine Antworten selbst schrieb, hatten die Leser das größtmögliche Live-Erlebnis ohne nachträglichen Schnitt oder “Weichspülfilter”. Darüberhinaus mussten wir vor Veröffentlichung des Interviews nicht auf Herrn Fetzners Autorisierung warten, wie es sonst bei Interviews üblich ist und können seine Zitate auch für unsere weitere Berichterstattung verwenden.

Experiment geglückt, Technik noch unausgereift

Nacharbeit ist trotzdem nötig. Denn für das Live-Erlebnis des Facebook-Interviews mussten unsere Leser und wir ständig die Seite im Browser aktualisieren. Dadurch kamen die Fragen der Leser meist zeitverzögert, oder alle auf einmal. Entsprechend unsortiert kamen – vor allem am Ende – die Antworten zurück. Manchmal dauerte es auch länger bis eine Antwort oder eine Frage gepostet wurde. Wir arbeiten daran, damit das nächste Live-Interview flüssiger abläuft.

Auszug aus dem Facebookinterview mit Weinheims erstem Bürgermeister Torsten Fetzner am 11. Januar 2013.

Direkter Austausch mit Lesern und Interviewpartnern gelungen

Auch die Beteiligung unserer Leser fanden wir sehr gut. Zwar haben wir zu Anfang angekündigt, Nutzer auszuschließen, die sich nicht an die “Netiquette” halten. Das war aber zu keinem Zeitpunkt nötig. Der direkte Austausch zwischen unseren Lesern, unserem Interviewpartner und uns finden wir trotz der kleinen technischen Hürden sehr gelungen.

An dieser Stelle bedanken wir uns sehr bei unseren Lesern fürs Mitmachen und bei Dr. Torsten Fetzner für das Interview. Durch seine Bereitschaft an unserem Experiment teilzunehmen, hebt er sich sehr deutlich von vielen anderen lokalen Politikern und Amtsträgern ab – hier herrscht häufig noch großes Misstrauen gegenüber den neuen Medien und “ungefilterten” Kontakten zu den Bürger/innen. Das ganze Interview können Sie auf unserer Facebook-Seite noch einmal nachlesen, teilen und kommentieren. Es ist keine Mitgliedschaft bei Facebook erforderlich, um den Thread zu lesen – um ihn zu kommentieren, müssen Sie sich einloggen.

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