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Sonntag, 01. September 2013

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Jubiläumswochenende mit Festakt und Tag der offenen Tür

„Feuerwehrleute sind unbezahlbar“

Großer Zapfenstreich beim festakt mit OB Heiner Bernhard. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim, 15. Mai 2012. (red/pm) Weinheimer Feuerwehr feierte ihr Jubiläumswochenende mit Festakt und Tag der offenen Tür. OB Heiner Bernhard begrüßte und Landesbranddirektor Herman Schröder hielt die Festrede.

Information der Stadt Weinheim:

“Für Hermann Schröder, den obersten Feuerwehrmann des Landes, war es eine Selbstverständlichkeit, alle anderen Termine zwischen Konstanz, Aalen und Weil am Rhein abzusagen. „Es gehört sich einfach“, erklärte der Landesbranddirektor der Stuttgarter Landesregierung, „dass man zu diesem Jubiläum persönlich kommt“.

Landesbranddirektor Hermann Schröder. Foto: Stadt Weinheim.

Schröder, ein Dossenheimer und der Weinheimer Feuerwehr lange verbunden, war Ehrengast und Festredner beim Festbankett zum 150-jährigen Bestehen der Feuerwehr. Dieses Jubiläum feierte die Wehr mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen: Einer Totenehrung, dem Festbankett mit feierlichem Großen Zapfenstreich in der Stadthalle, einer Stadtrallye der Jugendfeuerwehr, einem Treffen der Altersmannschaften und am Sonntag mit einem Tag der offenen Tür am neuen Feuerwehrzentrum in der Bensheimer Straße.

Die beiden Feuerwehrseelsorger Agnes Seyferth und Tomas Knapp eröffneten dieses Fest für die Bevölkerung mit einem ökumenischen Gottesdienst. Dann standen ein großer Flohmarkt mit 50 Ständen, eine Fahrzeugschau mit vielen Sonderfahrzeugen der Region, spezielle Gerätewagen, Drehleiter, Löschfahrzeuge, und historische Fahrzeuge den Besuchern zur Verfügung. Geboten wurde auch eine Schauübung der Jugendfeuerwehr. Es gab Fahrradcodierung durch die Polizei. Die Resonanz auf alles war erfreulich gut.

„Der ehrenamtliche Dienst am Nächsten, nicht selten unter eigener Gefährdung, ist in unserer Stadt von unermesslichem Wert. Und deshalb ist es heute mein besonderes Anliegen, Ihnen im Namen von Verwaltung und Gemeinderat, aber ich denke auch im Sinne der gesamten Bürgerschaft, ein herzliches Dankeschön zu sagen“, so begrüßte Oberbürgermeister Heiner Bernhard die Feuerwehrleute und deren Gäste am Festbankett.

Die Stadt müsste enorme Summen aufwenden, wenn sie diese Dienste bezahlen müsste. Aber der OB war sich sicher:

Ich denke, dass man mit reiner Aufrechnung der Dienstauffassung und der Ehre unserer Feuerwehrleute nicht gerecht wird – sie sind, so wie sie sind, unbezahlbar.

Die Weinheimer Feuerwehr sei gut aufgestellt, lobte der Rathauschef. Es freue ihn, dass es die Kommune – gerade in den letzten zwei Jahren – geschafft habe, trotz einer nach wie vor schwierigen kommunalen Finanzlage, die Wehr für ihre schwierigen Einsätze angemessen auszustatten. Bernhard: „Wohlgemerkt, ein neues Feuerwehrhaus oder auch ein neuer Einsatzwagen werden nicht zum Privatvergnügen oder gar Spaß der Feuerwehrleute angeschafft. Es ist das Handwerkszeug, das gebraucht wird, um Schaden von Leib und Leben der Weinheimer Bürger abzuwenden. Das war die ganzen 150 Jahre lang so.“

Eingangs des Abends hatte Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht die Ehrengäste in der Stadthalle begrüßt. Abteilungskommandant Patrick Müller bezeichnete die Freiwillige Feuerwehr als „die wichtigste Bürgerinitiative in der Geschichte der Stadt Weinheim“.

Als Schirmherr erinnerte der Weinheimer Unternehmer und Zeitungsverleger Dr. Volker Diesbach an die lange und abenteuerliche Geschichte des Brandschutzes und des Feuerwehrwesens. Er bescheinigte der Wehr eine „vorausschauende Führung und eine innere Stabilität.

Einige teilweise hochkarätige Ehrungen wurden am Festabend verliehen, bevor die Trachtenkapelle Ober-Abtsteinach und der Spielmannszug Sulzbach mit Unterstützung aus Laudenbach gemeinsam den Großen Zapfenstreich anstimmten. Vom Land wurden für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt: Patrick Müller und Marco Vetter, für 40 Jahre Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht sowie für 50 Jahre Günther Eberle und Karl Kreis. Von der Wehr für zehn Jahre Jens Mandel, Daniel Paradiso, Simon Pflästerer, Daniel Schneider, Sebastian Singer. 20 Jahre: Martin Kotula, Stephan Priebe und Jörg Scherer. 40 Jahre: Werner Thielking, Hans Kasper, Gerhard Clemens. 50 Jahre: Günther Eberle, Dieter Pfenning und Alfred Röhling.”

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